Kurs: EchoVisum Echokardiographie-Vorbereitungskurs

Transthorakale Anlotungspositionen/Topographie

Die thorakalen Anlotungspositionen sind der Ausgangspunkt für die standardisierten Schnittebenendarstellungen mit den spezifischen anatomischen Strukturen.

Ultraschallimpulse können knöcherne Strukturen kaum oder gar nicht durchdringen. Dies ist bedingt durch die geringe Halbwertsschicht der Knochen, einem Maß für die Absorption und Abschwächung des Ultraschalls. Muskel und Luft haben eine sehr unterschiedliche akustische Impedanz (= Produkt der Dichte und der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Schalls in diesem Medium). Trifft Ultraschall auf eine Grenzfläche mit unterschiedlicher Impedanz, unterliegt er der Reflexion und Brechung. Dies führt dazu, dass der Ultraschall fast vollständig von der Lunge reflektiert wird.

Für eine transthorakale Ultraschalluntersuchung des Herzens steht somit nur ein kleines Schallfenster (zwischen den Rippen, an der Lunge vorbei) zur Verfügung.

Animierte Ansicht aus verschiedenen Perspektiven: Aufsetzen des Schallkopfes im 3. ICR links; Markierung bildet eine Linie zwischen rechter Schulter und linker Hüfte. 

In der parasternalen Anlotung schneidet die Schallebene von ventral nach dorsal den rechten Ventrikel, Kammerseptum und linken Ventrikel.